Autor und Blog

Ein Blog über Depressionen. Mittlerweile ist das einer von vielen und es scheint mir so, als würden es täglich mehr werden. Besonders auf Facebook beobachte ich ein stetiges Anwachsen von Themenseiten rund um die Depression. Dieser Blog entstand wie so vieles in meinem Leben aus der Not heraus. Nachdem ich das Allerschlimmste einigermaßen überwunden und auch erst einmal genug hatte von Psychotherapie und Co begann ich im Internet über meine Depressionen zu bloggen, meine Gedanken, meine Gefühle, meine Erkenntnisse und Vermutungen, meine Ansichten, Erfahrungen und vieles mehr. Bis dahin war mir das Medium Blog völlig unbekannt. Ich stieß darauf während der Suche nach einer geeigneten Homepage und hielt es für meine Zwecke als besonders gut geeignet. So fing ich an über Depressionen zu bloggen. Zunächst nicht hier, sondern in einem anderen Blog zum Thema Depression, den ich auch noch immer führe. 


Eine Entwicklung


Mit der Zeit jedoch entwickelte ich mich in Bezug auf die Depression weiter und begann allmählich einen Weg aus der Gemütsfalle heraus zu suchen. Fühlte ich mich einst wohl mit den dunklen Farben meines ersten Blogs, strebte ich jetzt eher nach hellen, freundlicheren Tönen. Dem Blog ein neues Design verpassen? Das war mein erster Ansatz, aber dann wäre meiner Meinung nach die Stimmigkeit verloren gegangen. Und so entschied ich mich etwa ein Jahr nach Start des ersten Blogs für einen weiteren Blog. Und er bekam den Namen: "Depressionen überwinden - Mein Weg aus der Depression. Die Inhalte sind nicht so sehr anders. Jedoch ist die Ausrichtung dieses Blogs doch eine andere wie die des ersten Exemplars. In meinem Blog "Was ist Depression" geht es vordergründig nicht um die Heilung. Es geht eher darum, die Krankheit Depression anzunehmen. Es geht um Burnout und wie es dazu kommt. Ursachen und Folgen werden diskutiert und beleuchtet und Behandlungsmethoden unter die Lupe genommen. Im meinem ersten Blog darf man depressiv sein und ist dort herzlich willkommen. Niemand schiebt, niemand drängt. Es ist, wie es ist und es gilt erst einmal dies anzunehmen. 


Auseinandersetzung mit der Depression


Hier in diesem Blog jedoch liegt das Augenmerk darauf, was ich als Betroffener tun kann. Hier kommt zur Sprache, wie die Heilung von innen heraus funktionieren kann. Dieser Blog dokumentiert meine Auseinandersetzung mit der Depression, beschreibt meine Schritte und Gedanken, meine Ideen und auch meine Zweifel. Es gibt hier keine Patentrezepte, aber vielleicht doch die eine oder andere Idee. Vielleicht findest du dich hier und da wieder und verstanden. Vielleicht erkennst du Parallelen zu deiner Verfassung und siehst nun Zusammenhänge, die dir vorher nicht klar werden. Wie auch immer, nimm es als das was es ist: Gedanken eines Mannes, der mit Mitte vierzig von der Depression überrascht wurde und nun nach einem verträglichen Ausweg sucht. Meine Beiträge spiegeln auch meine persönliche Meinung wieder. Sie erheben weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Allgemeingültigkeit. Sie sind weder wissenschaftlich belegt noch empirisch nachgewiesen. Es sind meine persönlichen Gedanken und Gefühle, die hier ihren Ausdruck finden. Sie sollen der Unterstützung Hilfe suchender Menschen dienen sowie der Anregung zum Nachdenken und Fragen stellen, vor allem dazu, sich selbst in Frage zu stellen. Deshalb sind die Fragen in meinen Beiträgen wichtiger als die Antworten. Die Antworten sind meine Antworten. Die Fragen aber, darf sich jeder selbst stellen und dann die Antworten für sich herausfinden.


Über Benno Blues


Ich bin Jahrgang 1960, von Beruf Techniker, inzwischen verrentet, geschieden und Vater von vier erwachsenen Töchtern. In der Mitte meines Lebens klopfte die Depression an meine Tür. Zunächst war ich darüber alles andere als erfreut und beschloss, nicht zu öffnen. Ich verriegelte und verbarrikadierte aus Leibeskräften. Inzwischen habe ich mich mit der Dame in Schwarz anfreunden und so manchen Gewinn für mein Leben aus ihr ziehen können. Aber das gelang nicht auf einmal. Das war ein Weg, ein Weg, der zum Teil hier in diesem Blog beschrieben wird. Es ist ein guter Ort, ein Ort, wo ich laut nachdenken und mit anderen Betroffenen und auch Angehörigen in Kontakt kommen kann.



Benno Blues, im August 2017



Kommentare:

  1. Ich finde deinen Blog nicht schlecht, aber halt schon sehr kommerziell. Mit dem Leid anderer Leute Geld zu verdienen finde ich zweifelhaft.

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    1. Hallo Ralph,
      ja, so kann man das sehen. Du kannst dich jetzt fragen, ob es Neid ist, der dich zu diesem Kommentar veranlasste oder ein Verhalten, das du an dir selbst missbilligst. Möglicherweise aber würdest auch du gern auf diese Weise Geld verdienen, aber versagst es dir? Auf alle Fälle hat es mehr mit dir als mit mir zu tun, denke ich. Ich sehe mich hier in durchaus guter Gesellschaft mit Ärzten, Pflegern, Psychotherapeuten, Apothekern, Feuerwehrleuten, gesetzlichen Betreuern, Richtern, Anwälten, Angestellten der Kranken-, Rentenkassen und diverser Versicherungen, mit Journalisten und Fernsehredakteuren, Physiotherapeuten, Priestern, Bestattungsunternehmern u.v.a.m. Ich finde es legitim, für eine ordentliche Arbeit auch angemessen honoriert zu werden. Davon allerdings, und vielleicht beruhigt dich dies, dürfte ich hier noch sehr weit entfernt sein... Liebe Grüße Benno

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