Ego und Depression - Ja zum Egoismus

Warum Egoismus?


Gesunder Egoismus
Egoismus wird vom lateinischen Wort Ego (Ich) abgeleitet und bedeutet so etwas wie Eigennutz. Im Duden-Fremdwörterbuch wird Egoismus als „Ich-Bezogenheit“, „Ich-Sucht“, „Selbstsucht“ und „Eigenliebe“ verstanden. Die Bezeichnung Egoismus hat keinen guten Ruf. Vermutlich hat der Einfluss der Kirchen auf das Streben nach Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft ihrer Schäfchen einen entscheidenden Beitrag hierzu geleistet. Jemanden als Egoisten zu bezeichnen, gleicht einer Schelte. Ein Egoist zu sein, bedeutet landläufig, sich nur um sich selbst zu kümmern. Ich behaupte allerdings: So einen Menschen gibt es in reiner Form nicht.

Akzeptanz als Schritt zur Heilung der Depression

Heilung durch Akzeptanz
Akzeptanz als Mittel zur Heilung von Depressionen - zugegeben, das klingt zunächst vielleicht etwas ungewöhnlich. Wenn ich bereit bin zur Akzeptanz, nehme ich dann nicht einfach alles so hin? Habe ich dann überhaupt noch den Willen und die Kraft zur Veränderung meiner Lebenssituation? Das sieht mir zumindest auf den ersten Blick doch ganz danach aus. Aber hier ist etwas ganz anderes gemeint, etwas tiefer Liegendes. Hier geht es um Annahme, geht es darum, inneren Widerstand aufzugeben, der zu einem enormen Kraftzehrer werden kann.


Vulnerabilität Depression und Schmerz

Verletzlichkeit und Depression
Immer wieder mache ich als depressiver Mensch eine Erfahrung ganz besonders oft. Immer wieder erlebe ich intensiv, was anderen Menschen so nicht in dieser Häufigkeit und Stärke zu widerfahren scheint. Immer wieder begegne ich dem Schmerz in meinem Leben. Bleibt dies jetzt bis an mein Lebensende so oder gibt es eine Möglichkeit, diesem Muster zu entwachsen? Kann ich lernen, anders in die Welt zu sehen und die Verantwortung für meinen Schmerz in mir selbst festzumachen, anstatt sie anderen Menschen zuzuweisen?