Ein Leben im Wartemodus - Die Depression des Partners

Angehörige von an der Depression erkrankten Menschen werden regelmäßig immer wieder auch an ihre eigenen Grenzen gebracht. Die einen zerbrechen, die anderen wachsen daran. Dennoch bleibt es ein Kraftakt, so manches Mal auch ein verzweifelter. Ich denke, Angehörige, denen es gelingt, diese Bürde zu tragen und in einem liebenden Gefühl zu bleiben, sind eine der wichtigsten Heilquellen für den Betroffenen. So eine Angehörige soll heute einmal zu Wort kommen. Sie erzählt von der Depression ihres Mannes und welchen Weg sie für sich gefunden hat...

Ego und Depression - Ja zum Egoismus

Warum Egoismus?


Gesunder Egoismus
Egoismus wird vom lateinischen Wort Ego (Ich) abgeleitet und bedeutet so etwas wie Eigennutz. Im Duden-Fremdwörterbuch wird Egoismus als „Ich-Bezogenheit“, „Ich-Sucht“, „Selbstsucht“ und „Eigenliebe“ verstanden. Die Bezeichnung Egoismus hat keinen guten Ruf. Vermutlich hat der Einfluss der Kirchen auf das Streben nach Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft ihrer Schäfchen einen entscheidenden Beitrag hierzu geleistet. Jemanden als Egoisten zu bezeichnen, gleicht einer Schelte. Ein Egoist zu sein, bedeutet landläufig, sich nur um sich selbst zu kümmern. Ich behaupte allerdings: So einen Menschen gibt es in reiner Form nicht.

Akzeptanz als Schritt zur Heilung der Depression

Heilung durch Akzeptanz
Akzeptanz als Mittel zur Heilung von Depressionen - zugegeben, das klingt zunächst vielleicht etwas ungewöhnlich. Wenn ich bereit bin zur Akzeptanz, nehme ich dann nicht einfach alles so hin? Habe ich dann überhaupt noch den Willen und die Kraft zur Veränderung meiner Lebenssituation? Das sieht mir zumindest auf den ersten Blick doch ganz danach aus. Aber hier ist etwas ganz anderes gemeint, etwas tiefer Liegendes. Hier geht es um Annahme, geht es darum, inneren Widerstand aufzugeben, der zu einem enormen Kraftzehrer werden kann.